Veranstaltungen 2018



Im Jahr 2018 werden vom Referat Naturschutz folgende Veranstaltungen und Exkursionen angeboten:



         
Datum / Uhrzeit: Treffpunkt: Veranstaltung: Referenten Leitung / Führung:
         
Samstag, den 10. März 2018 um 10:00 Uhr Eppertshausen im Haus der Vereine Naturschutzwartetreffen 2018 - Thema: "Weiterbildung im Naturschutz" Albert Langsdorf, Leiter der Naturschutrz-Akademie Hessen---Bernhard Neugirg, Fortbildung Ehrenamt, Freies Berufsfeld NAH---Uwe Avemarie, Untere Naturschutzbehörde Landkreis DA-DI Manfred Hechler
         
Samstag, 10. März 2018 um 14:00 Uhr Eppertshausen - Umgebung Exkursion 1, 10. März 2018 um 14.00 Uhr „Naturschutzmaßnahmen in Eppertshausen“   Manfred Hechler
         
Samstag, 15. September 2018 Wetzlar Wir besuchen das Naturschutzzentrum in Wetzlar, mit anschließender Exkursion in ein Naturschutzgebiet bei Wetzlar.   Manfred Hechler






Liebe Naturschutzhelfer des Odenwaldklubs,

der Odenwaldklub e.V. hat in drei Bundesländern seine Mitglieder. Die Weiterbildung ist in diesen Ländern ähnlich organisiert. In Hessen, dem Schwerpunkt unserer Naturschutzarbeit, betreut der Verein den Bereich Südhessen. Ständige Veränderungen und Anpassungen im Bau- und Planungsrecht bedürfen der Vermittlung. Hier ist die Naturschutz-Akademie Hessen NAH, für die beruflichen und die ehrenamtlichen Naturschützer, mit ihrem Bildungsprogramm zuständig.

Bei unserer Fachtagung „Weiterbildung“ am 10.März 2018 haben wir auf das umfangreiche Programm der NAH hingewiesen. Um diese Bildungsstätte den Naturschutzhelfern vorzustellen, hat der Arbeitskreis Naturschutz eine Exkursion nach Wetzlar geplant. Der Vorstand des OWK fand dieses Vorhaben als eine gute Sache und unterstützt die Durchführung.

Zur Organisation der Exkursion sind verschiedene Regeln einzuhalten:

Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt. (Busplätze / Seminarraum)

Jede Ortsgruppe nur 2-3 Teilnehmer, möglichst aktive Helfer.

Der Fahrpreis beträgt 5,- €. Gezahlt wird bei der Veranstaltung.

Der Bus wird in Groß-Umstadt eingesetzt. Erster Zustieg in Groß-Umstadt JET Tankstelle Ortsausgang Richtung Dieburg, zweiter in Dieburg LIDL Parkplatz und dann in Eppertshausen am Haus der Vereine, wo unsere Fachtagungen stattfinden. (Plan im Anhang)

Verbindliches Bestellen vom Mittagessen, aus ökologischem Anbau. Siehe hierzu Anmeldebogen

Anmeldungen schriftlich bis zum 15. August 2018 an die NAH Stichwort: N115-2018 Exk_Naturschutz_OWK (die Veranstaltung wird im Internet veröffentlicht) oder bei Manfred Hechler

Extratipp: Wetzlar ist auch als Städtefahrt für ihre Ortsgruppe geeignet. Das Außengelände der NAH ist frei zugänglich. Nutzen sie die Exkursion als Vorwanderung. Unser Vorsitzender Karl Ohlemüller und Referent Manfred Hechler wünschen eine interessante Exkursion.

Hier die einzelnen Zustiege als PDF-Datei:

2018-zustiege-nach-wetzlar-owk.pdf [655 KB]






Hier noch einmal der Text als PDF-Datei:

2018_owk_naturschutzakademie_exkursion-wetzlar.pdf [309 KB]






Naturschutzbericht 2017

Hier der Bericht als PDF-Datei:

jahresbericht_2017_naturschutz.pdf [978 KB]







Naturschutz im „Messeler Hügelland“

Rund um das Welterbe „Grube Messel“, im Radius von ca. 6-8 km liegt das Gebiet „Messeler Hügelland“. Es hat eine Größe von 9.000 ha, davon sind 2.122 ha Schutzgebiete. Es ist die Fortsetzung des „Vorderen Odenwaldes“. Die sanften Anhöhen gehen bis 230 m über NN, der tiefste Punkt liegt bei 130 m über NN. Die umliegenden Laubwälder sind ein wertvoller Naherholungsraum. Naturnaher Wald, Kleingewässer und Wiesen bilden ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Zwischen Darmstadt und Messel entstand schon im 16. Jahrhundert ein Park mit Eichen und Buchen. Zahlreiche uralte Eichen sind heute noch erhalten. Dazwischen sind ausgedehnte Waldwiesen, die für die jagdliche Tradition der Landgrafen benötigt wurden.

Das Umweltministerium des Landes Hessen, die untere Naturschutzbehörde der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg entwickeln hier, mit Hessen Forst, FA DA und FA DA-DI und Naturschutzverbänden beispielhaft für ganz Hessen den Naturraum. Der Wald wurde zertifiziert und geeignete Flächen dauerhaft dem Naturschutz gewidmet. Diese Schutzgebiete haben eine Vielfalt an seltenen Tier- und Pflanzenarten. Als Flora-Fauna-Habitatsgebiete (FFH) von 2.122 ha erfüllen sie die Anforderungen der EU-Verordnung. Artenhilfsmaßnahmen wurden hier zwischen 2010 und 2017 für gefährdete Tiere und Pflanzen erstellt und vom Land gefördert. In Zukunft wird der Landkreis Darmstadt-Dieburg diese Aufgabe übernehmen. Bisher wurden Maßnahmen zur Stabilisierung der Artenvielfalt umgesetzt. Ein Schwerpunkt lag in der Förderung von Feucht-Lebensräumen. Es wurden über 120 Tümpel als Trittsteinbiotope ausgebaut oder neu angelegt. Die Umweltbildung wurde in zwei Bildungseinrichtungen, der „Waldschule Groß-Zimmern“ und im „Bioversum Kranichstein“, erfolgreich umgesetzt. Die Veranstaltungen dieser Einrichtungen sind auf ihren Homepages zu erfahren. Regional tätige Naturschutzverbände arbeiten hier zusammen mit dem beruflichen Naturschutz, Zweckverbänden und Stiftungen für die Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt, der Biodiversität.



Vielfalt im „Messeler Hügelland“

Besondere Lebensräume im „Messeler Hügelland“ haben einen großen Reichtum an Tieren und Pflanzen, darunter viele gefährdete oder seltene Arten. Beim Verlust einer Art geht, für uns Nutzer der Landschaft, immer ein Mosaikstein verloren. Viele Arten hängen in ihrer Existenz voneinander ab und bedingen sich gegenseitig. Wie zum Beispiel beim Ameisenbläuling, er benötigt den Wiesenknopf um sich fortzupflanzen. Der Schmetterling legt seine Eier in die Blütenstände des Wiesenknopfs. Um die Raupen über den Winter zu bringen, trägt die Rote Gartenameise diese in ihren unterirdischen Bau. Die Ameisen adoptieren die Raupen und ernähren sie. Nach der Verpuppung schlüpft Anfang Juli der Schmetterling, der Kreislauf geht weiter, Jahr um Jahr. Ebenso interessant ist der Lebenslauf des Hirschkäfers, eine weitere Art im Projektgebiet, dem mit Hilfsmaßnahmen zum Überleben geholfen wird. Die Entwicklungszeit eines Hirschkäfers dauert 8 Jahre.
Verschiedene Knabenkräuter, Sibirische Schwertlilie, Rundblättriger Sonnentau, Laubfrosch und Gelbbauchunke sind die Hotspots der Artenvielfalt des Messeler Hügellandes. Deren Standorte im 9.000 ha großen Gebiet zwischen Dieburg und Darmstadt werden nicht veröffentlicht, aber mit etwas Glück und einem guten Fernglas kann man sich an dem Anblick erfreuen. Menschen schützen nur das, was sie kennen und ihnen wichtig ist. Es ist nicht empfehlenswert in Sumpfgebiete zu gehen, in Naturschutzgebieten sogar verboten. Alle hier genannten Arten stehen deutschlandweit unter Naturschutz und sind auf den „Roten Listen“ als stark gefährdet eingestuft.

Mehr Informationen kann man im Bioversum Kranichstein, im Welterbe Grube Messel, bei der Waldschule Groß Zimmern und von den Naturschutzverbänden erfahren.

Manfred Hechler






Schutzgebiet Storchenmast

Umweltkampagne: „Sauberhaftes Hessen“

Kampagne für mehr Sauberkeit in Landschaft und Innenstädten

Seit 2002 ruft das Hessische Ministerium für Umwelt zu einer landesweiten Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ auf. Sauberhaftes Hessen ist mit der Mobilisierung von jährlich mehr als 70.000 Bürgerinnen und Bürger in über 200 Kommunen, acht davon mit OWK-Ortsgruppen, in Schulen, in Kindergärten und in Unternehmen die größte Sauberkeits-Kampagne in Deutschland.

Das Problem, auf achtlos weggeworfene Abfälle (Littering) aufmerksam zu machen, wird durch intensive Berichterstattung in den Medien in das öffentliche Bewusstsein gerückt, um die Notwendigkeit der Abfallvermeidung zu wecken bzw. zu verstärken.

Damit die Umweltkampagne im Einklang mit dem Naturschutz weiter entwickelt werden kann, wurden im Frühjahr Vertreter der Naturschutzvereine nach Wiesbaden ins Hessische Umweltministerium eingeladen. Dabei ging es, Gefahren und Gefährdungen von Flora und Fauna zu erkennen und abzuwenden, die durch wild lagernde Abfälle in Natur und Landschaft entstehen.

Zwei wesentliche Voraussetzungen sieht der Wanderverband zur Teilnahme an Sammelaktionen. Die erste Voraussetzung ist, der Sammeltermin muss außerhalb der Brut- und Setz zeit liegen. (September bis Februar) Hier wurde angeregt, die seither im Frühjahr durchgeführten Abfallsammelaktionen der Vereine in den Herbst (am besten Oktober -November) vorzuziehen. Hierdurch könnten die zuvor kritisierten Naturbeeinträchtigungen vermieden und die überwiegend im Sommerhalbjahr „gelitterten“ Abfälle frühzeitig beseitigt werden.

Als zweiter Punkt wurde angeregt, zur Förderung der Abfallvermeidung verstärkt Mehrwegsysteme zu propagieren und durch Ausweitung der Pfandplicht auf möglichst viele Einwegverpackungen dem „Littering“ in Natur und Landschaft entgegenzuwirken. Hier wird das Umweltministerium prüfen, in welchem Rahmen entsprechende Initiativen erfolgversprechend sind. Hier müssen die Entscheidungen von der Umweltministerkonferenz (UMK) und dem Bundesrat als zuständige Organe getroffen werden.

Nach dem 2008 das Pfandsystem in Deutschland eingeführt war, wurde auch die Rücknahme der Verpackungen geregelt. Heute sind nur noch wenige pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen in der Landschaft zu finden. Doch pfandfreie Einweggetränkeverpackungen sind das Problem. Von der Pfandplicht ausgenommenen sind hier bestimmte Getränke wie Frucht- und Gemüsesaft, Milch, Wein, Sekt und Spirituosen. Genaue Informationen finden Sie im Internet unter „Verpackungsverordnung“

Unser Pfandsystem bedarf keiner besonderen Umstellung um die oben genannten Produkte der Pfandpflicht zuzuführen. Unserer Kulturlandschaft würde dadurch kein Nachteil entstehen. Das Gegenteil wäre der Fall, uns bliebe viel Müll in der Landschaft erspart. Die Projektleitung im Umweltministerium wird die Anregung zeitnah aufgreifen und nach Möglichkeit schon im laufenden Jahresprogramm umsetzen.

Unserem ersten Wunsch zum Sammelzeitpunkt wurde schon nachgekommen und die Aktion beginnt schon im September 2014. Unser zweiter Wunsch „Pfandpflicht auf alle Dosen und Flaschen“ zeigt, Streuobst lässt sich auch mit Pfandpflicht „retten“, dies wurde mir mehrfach auf dem Hessentag von verschiedenen Naturschutzvereinen bestätigt, bei „Natur auf der Spur“

Manfred Hechler


Hier noch einmal der Artikel mit Fotos als PDF-Datei

umweltkampagne-2014-presse_hessen.pdf [204 KB]




Eingesammelte Dosen im Umkreis von 300 Metern, im Bereich einer Schutzhütte. Bei Pfandpflicht wären das 13,50 € gewesen. Mehr als ein Dutzend Milchflaschen in die Landschaft entsorgt.








Thermografie, Gerhard Bronner;

Liebe Wander- und Naturschutzfreunde,

der Landesnaturschutzverband Baden Württemberg hat sein Positionspapier zur Energiewende verabschiedet.
Vom Wanderverband haben neben dem Odenwaldklub auch der Schwarzwaldverein und Schwäbischer Albverein der Leitlinie zugestimmt.

Gruß Manfred Hechler

Das Positionspapier zur Energiewende können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.

lnv-position-zur-energiewende_2012.pdf [594 KB]


Weitere Informationen unter Landesnaturschutzverband Baden Württemberg

http://www.lnv-bw.de




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